
Die meisten Unternehmer wünschen sich denn auch vorrangig eine familieninterne Regelung; auch um das Unternehmen in der eigenen Familie halten zu können. Diese emotionale Seite kann nicht selten im Konflikt zu rationalen Überlegungen stehen: Entspricht der familieninterne Weg dem Interesse des Unternehmens? Ist der eigene Nachkomme für die Unternehmensführung wirklich die beste Person? Kann die Familie als zukünftige Eigentümer das Unternehmen strategisch richtig führen? Sind familieninterne Konflikte zu erwarten, welche ins Unternehmen hineingetragen und dieses schwächen könnten? All diese Fragen sollte ein Übergeber frühzeitig mit seiner Familie kommunizieren.
Sodann können mit der Unternehmensübergabe auch soziale und finanzielle Ziele verbunden sein. Das in vielen Jahren aufgebaute Beziehungsfeld zu Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten möchten die meisten Unternehmer mit der Übergabe auf die neue Generation weiterhin gewahrt haben. Sodann soll das im Unternehmen investierte Familienvermögen für die eigene Altersvorsorge und die Nachkommen gesichert oder gar realisiert werden; und zwar in einer erbrechtlich wie steuerlich optimierten Art und Weise. Im Interesse des Unternehmens darf aber andererseits die finanzielle Belastung für den Nachfolger nicht untragbar werden.
» Checkliste Übergabewünsche und -ziele