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Den Nachfolger finden

 


Bei der Suche nach dem richtigen Nachfolgemodell stellt die Wahl des Nachfolger eine Weichenstellung dar: Kommt er aus der eigenen Familie oder ist die richtige Person familienextern zu finden. Die meisten Übergeber wünschen sich die Tochter oder den Sohn als ihren Nachfolger.


Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass dies bei den KMU nur noch in etwa der Hälfte der Nachfolgerfegelungen der Fall ist, Tendenz abnehmend. Obwohl eine familieninterne Übergabe gegenüber einer -externen in fast allen Belangen einfacher zu realisieren ist. Und dennoch ist auch eine familieninterne Übertragung nicht immer konfliktfrei oder aus unternehmerischer Sicht die beste Variante. Zum einen trübt die emotionale Komponente eine objektive Betrachtung: In vielen Fällen erwartet der Übergeber von seinem Nachkommen wesentlich mehr, als er es von einem Dritten erwartet. Oder umgekehrt: Er blendet das fachliche oder führungsmässige Unvermögen des familieninternen Nachfolger aus im Wunsch, diesem eine Erwerbstätigkeit zu verschaffen oder das Unternehmen in der eigenen Familie halten zu können. Nicht selten kommt es auch vor, dass die für die Nachfolge vorgesehenen Junioren im Laufe ihrer beruflichen Ausbildung plötzlich ganz andere Interessen entwickeln und heute vermehrt auch den Mut haben, diese gegenüber den Eltern durchzusetzen. Manch ein Unternehmer ist schon von solchen Entwicklungen überrascht worden und musste sich dann im bereits fortgeschrittenen Alter auf ein ganz anderes, familienexternes Übergabekonzept einrichten.

 

Bei einer externen Übergabelösung kann sich möglicherweise jemand aus dem Management oder den Mitarbeitern als Nachfolger anbieten. Der Vorteil eines derartigen Management Buy Out (MBO) ist, dass dieser die Besonderheiten des Unternehmens bereits kennt und möglicherweise die notwendigen Kenntnisse und Führungsqualitäten unter Beweis stellen konnte. Insbesondere bei Kleinstunternehmen - und das sind immerhin über 80% aller KMU - empfiehlt es sich sehr, frühzeitig einen Nachfolger aus dem eigenen Betrieb aufzubauen. Denn solche Unternehmen sind erfahrungsgemäss sehr schwierig an einen aussenstehenden Dritten zu veräussern, weil solche Betriebe sehr inhaberbezogen funktionieren und meistens keine selbständige interne Organisation aufweisen. Ein Erwerber eines solchen Kleinstunternehmens muss also möglichst rasch versuchen das gesamte Beziehungsnetz des Übergebers, dessen Geschäfts Know-how, das Rechnungswesen, die Kalkulation etc. zu übernehmen, was je nach Höhe des Kaufpreises für ihn ein Risiko darstellt. Der Verkauf an einen aussenstehenden Dritten ist bei mittleren und grösseren KMU dagegen stets eine überlegenswerte Alternative zu einer familieninternen Lösung.

 

Unabhängig jedoch, ob der potentielle Nachfolger ein Familienmitglied, ein Mitarbeiter oder ein aussenstehender Dritter ist, empfiehlt sich die Erstellung eines Anforderungsprofils. Mit Hilfe von diesem lässt sich die Suche nach dem geeigneten Kandidaten eingrenzen. Für eine externe Suche nach einem Nachfolger bietet sich der Marktplatz von kmuNEXT an. Daneben gibt es eine Anzahl professioneller Firmen, die gegen eine Gebühr einen Nachfolger bzw. Käufer für Ihr Unternehmen suchen.

 

» Muster Vermittlungsauftrag (PDF-Format)