
Im Unterschied zum Ertragswertverfahren werden hier nicht die zukünftigen Gewinne, sondern die zukünftigen Free Cash Flow mit dem Kapitalisierungssatz abgezinst. Die Finanzierungsstrukturen werden mit dieser Methode stärker berücksichtigt als bei der reinen Ertragswertmethode.
Für die Ermittlung des Free Cash Flow wird vom EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) ausgegangen. Dieser wird um verschiedene Positionen berichtigt, worauf man den sog. Free Cash Flow erhält. Dieser Wert wird mit einem Barwertfaktor diskontiert, welcher sich aus dem Verhältnis von Eigenkapital und Fremdkapital sowie der darauf angenommen Rendite bzw. Verzinsung errechnet (sog. WACC; Weighted Average Cost of Capital). Vom ermittelten Gesamtwert werden schliesslich die verzinslichen Verbindlichkeiten abgezogen, worauf man den Unternehmenswert erhält.