Fallstricke
Erfahrungen aus der Praxis zeigen immer wieder wichtige Punkte auf, die unbedingt zu beachten sind:
Zu späte Nachfolgeregelung: Unternehmer haben die Tendenz, ihre Nachfolge zu spät anzupacken. Dies kann zu einem übereilten Verkauf (Notverkauf) oder zu einer nicht gewollten Liquidation der Unternehmung führen.
Nicht betriebsnotwendige Aktiven: Unternehmen verfügen häufig über sehr hohe Substanzwerte mit erheblichen nichtbetrieblichen Aktiven, welche auf die Rentabilität der Unternehmung drücken. Damit ist das Unternehmen zu schwer und deshalb schwer verkäuflich.
Auswahl des "richtigen" Nachfolgers: Die wohl schwierigste Aufgabe überhaupt. Hier lohnt es sich, die notwendige Zeit für ein gutes Anforderungsprofil, eine umfassende Suche, mehrere intensive Gespräche am besten gemeinsam mit einer kompetenten Drittperson und entsprechende Abklärungen einzuplanen.
Verwundbarkeit im Nachfolgeprozess: Das Unternehmen wird während einer Übernahme meist geschwächt. Sei dies aufgrund der höheren Finanzlast oder wegen der notwendigen Einarbeitungsphase des neuen Eigentümers. Das gilt auch, wenn der Übernehmer bereits dem Management angehörte. Für Mitbewerber bietet sich eine Chance zum Angriff. Es ist deshalb für das Gelingen sehr wichtig, die Übergangsphase sehr genau zu planen, den Knowhow-Transfer der Schlüsselpersonen sicherzustellen, Polster anzulegen (finanziell und personell) und wenn immer möglich, die bisherige Unternehmensleitung in den Übernahmeprozess und die darauf folgenden mindestens drei bis sechs Monate aktiv einzubinden.