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Eigenfinanzierung

 

 

Kernstück jeder Unternehmensfinanzierung sollte die Eigenfinanzierung sein. Unter Eigenfinanzierung ist im wesentlichen der von der Gesellschaft aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Cash Flow zu verstehen:

 

Reingewinn der Unternehmung

 

+ Abschreibungen
+ Erhöhung / - Abnahme von Rückstellungen
+ sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen / - sonstige nicht zahlungswirksame Erträge
- Gewinne / + Verluste aus Verkauf von Anlagevermögen
- Zunahme / + Abnahme des Umlaufvermögens ohne Zahlungsmittel
- Zunahme / + Abnahme des kurzfristigen Fremdkapitals (ohne Bankschulden)

 

= Unternehmens-Cash Flow


Neben dem Unternehmesn-Cash Flow ist der betriebliche Cash Flow von Bedeutung. Anstelle des Reingewinnes, wie oben, wird der Betriebsgewinn oder EBIT (Earnings before Interest and Taxes) als Grundlage verwendet, wobei die oben genannten - allerdings nur betriebliche - Positionen sinngemäss hinzu- und abgezählt werden.

 

Betriebsgewinn (EBIT) und betrieblicher Cash Flow erlauben eine Betrachtung der unternehmerischen Leistung im nachhaltigen, operativen Geschäft, unabhänig von der Finanzierungsstruktur des Unternehmens, Gewinnen oder Verlusten aus Finanztransaktionen, neutralem Erfolg, oder Steuern, die u.a. von der jeweiligen Finanzbuchhaltungspraxis abhängig sind.

 

Der betriebliche Cash Flow ist die Grundlage zur Berechnung des in der Finanzindustrie verwendeten Begriffs "Free Cash Flow".

 

Je höher die Eigenfinanzierung, umso höher ist das Finanzierungspotenzial (Verschuldungskapazität oder "debt capacity").