Das Unternehmen verkauft oder tritt dem Factor sämtliche Forderungen gegenüber seinen Kunden (mit oder ohne Übernahme des Ausfallsrisikos) ab und erhält dafür in einem bestimmten Umfange (abhängig von der Höhe der abgetretenen oder verkauften Forderungen) vom Factor einen Vorschuss oder eine Kreditlimite. Die Kosten für diese Dienstleistung sind vom Business der Unternehmung, der Qualität und Quantität der abgetretenen Forderungen sowie von einer Übernahme oder Nichtübernahme des Ausfallrisikos der Forderungen durch den Factor abhängig.
Das Factoring wird in der Schweiz meist aus Kostengründen von Unternehmen noch wenig genutzt. Allerdings ist eine Tendenz zu wachsender Beliebtheit festzustellen, da Factoringgesellschaft häufig flexibler und rascher entscheiden und besser auf die Bedürfnisse der Einzelkunden eingehen können, als die klassischen Finanzinsititute.
Auch hier gilt es ähnlich wie beim Leasing abzuschätzen, wie weit ein Factoring für den konkreten Fall Sinn macht oder nicht.
Factoring belastet die laufende Rechnung und reduziert damit den Ertragswert der Unternehmung.